"30 Jahre wfk" (2002)
Künstlerische Forschungsarbeit

Karsten Wolff
Exemplarischer künstlerischer Forschungsgang in Konfrontation mit einem Werk des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol
Für Andy Warhols Werk „Campbell’s Suppendose 1“ aus dem Jahre 1968 wurde eine sachlich-kühle und distanzierte Darstellungsform gewählt. Warhol vermied es, jegliche Art von persönlichem Duktus in das Werk einzubringen.
Deshalb versuchte ich, das bewusst seelenlos dargestellte Motiv in einer expressiven Art, zum Beispiel im Stil Vincent van Goghs, umzusetzen. Mein Ziel war es, das Werk zu „beseelen“, um die veränderte Wirkung zu testen.
Ein anderer Ansatz von mir war, das in den U.S.A. allseits bekannte Sujet der „Campbell’s Suppendose“ durch ein Produkt aus Deutschland („Glücksklee-Dose“) zu ersetzen, um die Wirkung des Originals noch besser nachvollziehen zu können. Es ging beim Originalwerk darum, einen banalen Gegenstand des Alltags, ein allgemein bekanntes Konsumobjekt der Massengesellschaft, zum Kunstwerk zu erheben. Auf diese Weise sollte die Forderung der Pop-Art nach Verbindung von Kunst und Leben erreicht werden.
Durch die von mir umgesetzten Alternativen, das ursprüngliche Motiv Warhols verwandelt darzustellen, war für mich eine brauchbare Herangehensweise gefunden, eine bekannte, etablierte Kunstform zu erforschen und zu hinterfragen, um aus den Ergebnissen Kraft und Inspiration für ein individuelles Arbeiten schöpfen zu können.
Karsten Wolff (Vorklasse)
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