Semesterstudium


Studienführer inkl. Studienvertrag
Selbstverständnis und Aufgaben der wfk
Einleitung
Studiengänge der wfk
Kunsttheorien
Kompositionslehre I + II
Synthetisches Zeichnen I + II
Farbenlehre I + II
Kunstgeschichte
Objektive Werkanalyse
Semantisierungsschule
Handwerklich-künstlerische Disziplinen
Malerei
Zeichnen
Künstlerische Fotografie
Video als künstlerisches Medium
Technikstudium
Malerei / Zeichnen
Organisationsstruktur
Semesterbeginn
Zeitaufwand
Grundstudium / Hauptstudium
Grundlehre (1. und 2. Semester)
Vertiefungssemester (3. und 4. Semester)
Studienklasse (5. und 6. Semester)
Künstlerklasse
Benutzung der Räumlichkeiten
Studiengebühren
Gasthörer
Beratung und Anmeldung
Adresse
Kontakt
Selbstverständnis und Aufgaben der wfk
Das Studienprogramm der wfk will in einer Zeit postmoderner Beliebigkeit, in der gerade auf dem Gebiet der bildenden Kunst alle Erkenntnisse und Werte relativiert worden sind, mit hohem Anspruch einem breiten Interessentenkreis in einer fundierten, sachkritischen Auseinandersetzung vielseitige handwerkliche und künstlerische Voraussetzungen vermitteln, die es ermöglichen:
Ø als Berufstätiger angesichts der stetig wachsenden Freizeit sich auf freie Kunst einzulassen und mit ihr umzugehen,
Ø die Eingangsvoraussetzungen für ein Studium im angewandten künstlerischen Bereich einer Fach- oder Hochschule zu verbessern (Mappenerarbeitung),
Ø in beruflichen Tätigkeitsfeldern der bildenden Kunst zu arbeiten (z.B. als freischaffender Künstler),
Ø sich als bereits Kunstschaffender oder Kunstpädagoge weiterzubilden.
Die wfk ist eine Forschungsstätte der künstlerisch-experimentellen Umkreisung der Bedingungen der Wahrnehmung des Menschen. Sie grenzt sich damit ganz entschieden von einer heute überall grassierenden Beliebigkeitswut ab, für die der Verlust der Besinnung auf die für künstlerische Innovation allein maßgeblichen ästhetischen Prinzipien und Wertigkeiten kennzeichnend ist.
wfk im weltberühmten Bauhaus Dessau
Das Verlangen nach einem authentischen Beitrag zu einem Selbstverständnis der bildenden Künste und die Herausforderungen angesichts einer noch heute aktuellen Reformbedürftigkeit der künstlerischen Ausbildung in der Bundesrepublik führten 1972 zur Gründung der wfk. Der kontinuierliche strukturelle Auf- und Ausbau des Lehrinstituts in den letzten 37 Jahren führte über die Grenzen des Bundeslandes Hessen hinaus zu einer überregionalen Anerkennung.
Die von der wfk entwickelte Didaktik und die auf empirisch abgesicherten bedeutenden Forschungsergebnissen sich gründenden ästhetischen Theorien veranlassten die Akademie „Bauhaus Dessau“, mit der wfk eine enge Zusammenarbeit einzugehen. Im Mai 1996 begannen Dozentinnen und Dozenten der wfk am Bauhaus Dessau Vorlesungen und Arbeitsseminare mit geladenen Künstlern und Kunstwissenschaftlern.
In einer Zeit, die es an verbindlichen Wertvorstellungen fehlen lässt und in der besonders die junge Generation mit einer Werteverwirrung zurechtkommen muss, deren Auswirkung kaum abzuschätzen ist, sind vor allem auf dem Gebiet der bildenden Kunst orientierende authentische Maßstäbe notwendig. Wer willkürlich, unter dem bloßen Vorwand von Authentizität und Individualität, vorgeht, schadet der künstlerischen Entwicklung des Einzelnen und behindert den kunstgeschichtlichen Prozess.
Ein qualifizierter Einblick in und ein kompetenter Umgang mit ästhetischen Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten muss auf eine solide Basis gestellt sein und kann nicht dem Zufall überlassen bleiben. Schwer ist es nur, diejenigen Kompetenzen zu finden, die sich für die Vermittlung solider fachlicher Grundlagen einsetzen.
Wir sind von der Wunderkindlegende nicht überzeugt. Wir wissen vielmehr aus Erfahrung, dass sehr viel durch Training, Beharrlichkeit und Fleiß erreichbar ist. Voraussetzung dafür sind Ausdauer, Kritikfähigkeit, Unterscheidungsfähigkeit sowie ein hoher Selbstanspruch. Arbeit stellt erst das Können in hohem Maße sicher. Künstlerische Arbeit ist schwer, immer begleitet vom Misslingen und von der Erfahrung, dass man inneren Bildern nur schwer äußeren Ausdruck geben kann.
Das Studium zielt über die Aneignung von Handwerk und Sachkenntnissen hinaus auf die Befähigung zu einem fundierten Verständnis bildkünstlerischer Zusammenhänge.
Wer an der wfk studiert, arbeitet gleichzeitig mit am Prozess der Entfaltung und Erweiterung der sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeit und erwirbt eine den Dozenten vergleichbare umfassende fachliche Kompetenz. Er erwirbt die Grundlagen, sich auf einem höheren Niveau bildkünstlerisch auszudrücken.
nach oben
Alle kunsttheoretischen Veranstaltungen (Kompositionslehre I + II, Synthetisches Zeichnen I + II, Farbenlehre I + II, Kunstgeschichte) finden Montags ab 19.00 Uhr vierzehntägig im Wechsel statt. Die Stundenzahl pro Semester insgesamt beträgt 28.
Kunsttheorien I:
obligatorisch für Grundlehreklassen (1. + 2. Semester) aller Fachbereiche
Kunsttheorien II:
obligatorisch für Vertiefungsklasse (3. + 4. Semester) aller Fachbereiche
Kompositionslehre I + II
Ästhetische, psychologische und soziologische Kriterien der modernen Kunst – intensive Wahrnehmungsschulung
Unsere gegenwärtige Situation auf dem Gebiet der bildenden Kunst zeichnet sich durch einen eklatanten Mangel an neuen, weiterführenden Bildkonzepten aus. Es wird eine Nachahmungsästhetik mit tausendfach abgenutzten bildnerischen Klischees praktiziert, die sich unbekümmert des Dagewesenen bemächtigt und es für das Eigene ausgibt.
Jede innovationsbedeutsame kompositionelle Struktursuche ist ein Wagnis, dessen Ausgang niemand vorhersagen kann. Ein „Künstler“, der das sinnliche syntaktische Ausdrucksvokabular, also letztlich die ästhetischen Gestaltungsgrundlagen nicht beherrscht, nicht kennt oder missachtet, disqualifiziert sich selbst und seine „künstlerische“ Arbeit. Jemand, der für sich persönlich in einem speziellen Bereich der bildenden Kunst ein geeignetes Ausdrucksmedium erkennt, sollte auch wissen, welchen elementaren und grundlegenden ästhetischen Gesetzmäßigkeiten es unterliegt.
Die Aufgabe der Kompositionslehre besteht darin, den Studierenden ihr Verständnis- und Vorstellungsvermögen zu erweitern. Sie sollen Einsicht in die Gesetzmäßigkeiten der bildnerischen Gestaltung gewinnen, ihre Sensibilität, Kreativität und Flexibilität entwickeln.
Die Kompositionslehre an der wfk rückt die praktische Bildforschung, die Entwicklung der entsprechenden Grammatik für das eigene Bildvorhaben in das Zentrum künstlerischer Arbeit, in der sich Rationalität, Methodik, Sensibilität und Imagination verbinden sollen.
Jeder wird angehalten, selbständig zu arbeiten, nach dem Motto: „Der eine lernt vom anderen, indem er sich von ihm unterscheidet.“ Wir akzeptieren keine pseudointellektuellen Begleitinterpretationen, keine artistischen Effekte, sondern dringen auf die Notwendigkeit der Vermittlung von formalen ästhetischen Prinzipien und künstlerischer Intention durch originale und ungewöhnliche Bildfindung. Lehrziel ist das Erfassen ästhetischer Zusammenhänge, die individuelle Organisation der Gestaltungsprinzipien als unentrinnbare Regulative und die analytische Artikulation des Realisierten. Eine vertiefte Sinnesschulung, eine Einladung an alle, hinter die Dinge zu schauen.
Wahrnehmungsschulung: Voraussetzung für jegliche geistig-bedeutsame Anstrengung von Rang ist der geschärfte Blick für das Detail, wozu es der disziplinierten, methodisierten Übung bedarf. Um nicht in einem hilflosen, subjektiven, die Autonomie der Sache selbst nicht ernst nehmenden, meist bloß selbstinszenatorisch motivierten, eben beliebigen Herumassoziieren stecken zu bleiben, muss ein Bewusstsein für objektives Sehen und kohärentes Gestalturteilen geschaffen werden.
Jeder theoretischen Kompositionslehresitzung wird eine praktische Wahrnehmungsschulung zwischengeschaltet, die anhand von ausgewähltem Bildmaterial verdeutlicht, welchen grundlegenden und außerordentlich bedeutsamen Stellenwert der formale kompositionelle Aufbau in einer künstlerischen Arbeit einnimmt.
nach oben
Synthetisches Zeichnen I + II
Ein Übungsfeld der konkreten Wahrnehmung
Das Synthetische Zeichnen ist ein spezielles praktisches Übungsseminar der Kompositionslehre.
Jahrelange empirische Untersuchungen der Beziehungsbedeutung im Bildgeschehen führten zu der Erkenntnis, dass bei der Wahrnehmung in großem Maße menschheitsübergreifende übereinstimmende Empfindungsebenen berührt werden.
Die Authentizität der Beziehungen der ästhetischen Bildelemente ist Ausdruck des Gemeinten und Gewollten im Weltbezug, beinhaltet die Idee einer anderen konkreten Sicht der Dinge und der Welt.
Zeichnen ist nicht mehr nur die mehr oder weniger gelungene Interpretation gesehener Wirklichkeit. Der Studierende lernt, mit den von ihm aus der Realität herausgelösten Beziehungen eine völlig neue, absolut eigenständige Wirklichkeit zu schaffen.
Das Synthetische Zeichnen stellt sich entschieden gegen den Sensibilitätsverlust für künstlerische, subtile Differenzierungen und gegen die Missachtung des biologisch-fundierten Wahrnehmungsvermögens, indem es der Sinneserfahrung neue Wege ebnet.
nach oben
Farbenlehre I + II
(obligatorisch für den Fachbereich Malerei und den Fachbereich Fotografie ab dem 3. Semester)
Jedem Umgang mit dem komplexen Potential der Farbe muss vorangestellt werden: Farbe ist kein sekundärer Bestandteil der Form, kein Gleichgewichtsfaktor der Komposition, sondern ein selbständiges, lebendiges Wesen mit all den daraus sich anschließenden Konsequenzen. Das Hauptanliegen des Malers ist es, die Erscheinung und die psychologischen Möglichkeiten der Farbe ständig zu studieren, um die ihr innewohnende Energie und metaphysische Strahlkraft zu entdecken, zu erfahren und sie künstlerisch zu nutzen.
Farbwirkung entsteht nicht allein durch den Farbton. Die visuelle Wahrnehmung erfährt durch die Farbinteraktion sowie durch Materialstruktur, Textur oder Faktur eine entscheidende Beeinflussung.
Eine künstlerisch relevante Sensibilität für Farbe zu erlangen erfordert intensive Auseinandersetzung und setzt voraus, dass die Farbe selbst zum Ereignisträger wird.
nach oben
Das kunstgeschichtliche Seminar der wfk grenzt sich entschieden von dem gängigen, bloß stilgeschichtlichen Selbstverständnis ab. Die Veranstaltungsreihe begnügt sich nicht mit einer bloßen Auflistung künstlerischer Aktivitäten der gegenwärtigen und vergangenen Künstlergenerationen, sondern verschreibt sich einer wissenschaftlich gesicherten Beurteilung künstlerischer Leistungen. Das Seminar versucht die für die Kunstentwicklung wirklich bedeutsamen und maßgeblichen von den im Grunde künstlerisch unbedeutenden, also gescheiterten Werken herauszustellen, um den Kunstinteressierten (Gasthörer mit oder ohne Vorkenntnissen) und insbesondere den angehenden Kunstschaffenden Beurteilungskriterien an die Hand zu geben, die sie zu einer autonomen bzw. innovativen Auseinandersetzung mit menschheitsumfassenden Fragen und Problemen, die sich in den künstlerisch anzugehenden Gestaltproblematiken artikulieren, befähigen sollen.
nach oben
Objektive Werkanalyse
(außerhalb des regulären Studienprogramms)
Dieses Seminar der objektiven Werkanalyse bietet künstlerisch Interessierten von außerhalb sowie Studierenden der wfk ein Forum der intensiven Auseinandersetzung mit kunstgeschichtlichen oder eigenen einzureichenden persönlichen künstlerischen Arbeiten, die einer intensiven und ausführlichen methodisch-wissenschaftlichen Analyse zugeführt werden. Der Vorteil dieses Seminars besteht darin, dass die Teilnehmenden ohne Zeitdruck mit eigenen Worten den Bedeutungsgehalt eines Werkes zu ertasten lernen. Das Seminar begegnet der Gefahr, die Analyse zu schnell abzubrechen und einen nur oberflächlichen Blick - der größte Feind der Kunst - anzusetzen. Der Betrachter erfährt, wie wichtig und fruchtbar es ist, genau und geduldig hinzusehen, um die Reichhaltigkeit von künstlerischen Leistungen angemessen erfahren und würdigen zu können. Er hat zudem die Möglichkeit, sein im Semester angeeignetes Wissen unter Kontrolle zu aktivieren, zu festigen und vor allem zu erweitern. Die Wahrnehmungs-schulung, die mit der regelmäßigen Absolvierung dieses Seminars einhergeht, bietet das notwendige analytische Instrumentarium, das letztlich auch den eigenen, persönlichen Arbeiten gegenüber die nötige Distanz einräumt. Der Studierende lernt, seine künstlerischen Leistungen in einem objektiven Licht zu sehen, ihnen eine maximale Kritikfähigkeit entgegenzubringen. Nur durch sie ist ein innovatives, kreatives Fortkommen im Bereich der bildenden Kunst möglich.
Termine
Teilnahmebedingungen und Anmeldetermine zu den offiziellen Info-Zeiten.
Teilnahmegebühr für Analyseinteressenten und Gasthörer siehe unter „Organisationsstruktur/Studiengebühren“
nach oben
Semantisierungsschule
(außerhalb des regulären Studienprogramms)
Methode der Bildinterpretation.
Die Semantisierungsschule ist eine konzentrierte, geduldige Einführung in die Methode der objektiven Werkanalyse. Diese Einführung beinhaltet folgende Fragestellungen: Welche Funktion hat überhaupt eine Werkanalyse? Welches sind die geisteswissenschaftlichen Voraussetzungen für eine objektive Werkanalyse? Wie funktioniert genau die Methode der objektiven Bildanalyse? Wie ist sie strukturell aufgebaut? Welche Grundhaltung gilt es bei ihrer Ausübung einzunehmen? Wie kann man sie lernen? Wie lassen sich ihre Ergebnisse einschätzen? etc. etc. Die Semantisierungsschule ist schließlich eine Einführung in ein gesundes methodisches Denken.
Die Semantisierungsschule unterscheidet sich von dem Seminar „Objektive Werkanalyse“ bzw. von dem Seminar Kunstgeschichte dadurch, dass in ihr bildnerische Werke nicht nur intensiv analysiert werden, sondern dass beim Analysieren von Kunstwerken gleichzeitig die Methode analysiert und ihre methodischen Kriterien herausdestilliert werden.
Die Semantisierungsschulung der wfk ist eine in die bildende Kunstbetrachtung hereingeholte soziologische Analysemethode, die von der sogenannten objektiven Hermeneutik Ulrich Oevermanns (Johann Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Soziologie) abgeleitet ist.
Eine unvergleichliche Seh- und Denkschule.
Handwerklich-künstlerische Disziplinen
Spontanes Arbeiten
auf Zeit: Do, 17 Uhr
1. Semester (Grundlehre I): Do, 19.00 Uhr
2. Semester (Grundlehre I): n. V.
3. Sem. (Vertiefung I): n. V.
4. Sem. (Vertiefung I): n. V.
5. Sem. (Studienklasse I): n. V.
6. Sem. (Studienklasse II): n. V.
Künstlerklasse: n. V.
(jeweils drei Schulstunden, Teilnehmerzahl: ca. 9 bis 12)
Vertraut sein mit den handwerklichen Grundlagen erspart große Umwege bei der Realisierung bestimmter künstlerischer Vorstellungen. Dabei darf die handwerkliche Akkuratesse nicht zum Selbstzweck werden, sondern muss den künstlerischen Zielvorstellungen dienen. Man lernt in den Grundlehreklassen (1. + 2. Semester) nicht erst das Handwerk und dann die „Kunst“, vielmehr gehen wir schrittweise von einfachen zu komplexen Aufgabenstellungen mit vorgegebener sowie freier Zielsetzung.
Bei allen Arbeiten, die über handwerkliches Erproben hinausgehen, soll das Bildresultat Zeugnis geben von einer eigenen Individualität sowie die in Kompositions- und Farbenlehre gemachten Erfahrungen widerspiegeln.
Malerei steht für entfesselte Materialität aus der Symbiose von Handwerk und Geist.
nach oben
Spontanes Arbeiten
auf Zeit: Do, 17 Uhr
1. Semester (Grundlehre I): Mi, 19.00 Uhr
2. Semester (Grundlehre I): n. V.
3. Sem. (Vertiefung I): n. V.
4. Sem. (Vertiefung I): n. V.
5. Sem. (Studienklasse I): n. V.
6. Sem. (Studienklasse II): n. V.
Künstlerklasse: n. V.
(jeweils drei Schulstunden, Teilnehmerzahl: ca. 7 bis 10)
Die Grundlehreklassen wollen die Grundlagen gegenständlicher Darstellung vermitteln. Von Beginn an wird, neben der Beherrschung der „Wiedergabe“, Wert auf die innovative und individuelle gestalterische Lösung der Zeichnung gelegt, wobei die theoretisch fundierten Grunderfahrungen der Kompositionslehre in die Gestaltung Eingang finden sollen.
Die Zeichnung stellt ein eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmedium dar und hat nicht nur konzeptuelle Hilfsfunktion. Wichtig wird das experimentelle Arbeiten, für das seinerseits der Umgang mit den unterschiedlichen Zeichenmaterialien und -techniken bedeutungsvoll wird. Wir beschäftigen uns daher mit dem Thema „Zeichnung“ auch unter Einbeziehung der Techniken Collage, Monotypie und Frottage.
Das Zeichnen will Sensibilität und analytische Fähigkeiten als Voraussetzungen für das eigenständige Umsetzen künstlerischer Vorstellungen schulen.
Aktzeichnen:
- außerhalb des regulären Studienprogramms (vor allem für Gasthörer geeignet)
- Zeitpunkt nach terminlicher Vereinbarung
- Anmeldung erforderlich
nach oben
Spontanes Arbeiten
auf Zeit: Do, 17 Uhr
1. Semester (Grundlehre I): Di, 19.00 Uhr
2. Semester (Grundlehre I): n. V.
3. Sem. (Vertiefung I): n. V.
4. Sem. (Vertiefung I): n. V.
5. Sem. (Studienklasse I): n. V.
6. Sem. (Studienklasse II): n. V.
Künstlerklasse: n. V.
(jeweils drei Schulstunden, Teilnehmerzahl: ca. 5 bis 7)
Voraussetzung für die Arbeit in diesem Fachbereich ist, dass die Fotografie als künstlerisches Medium verstanden wird. Die aus ihm abzuleitenden Anforderungen können nur im Zusammenhang mit der Erarbeitung der technischen und kunstwissenschaftlichen Grundlagen gesehen werden.
Für eine Würdigung der Fotografie als autonomes Ausdrucksmittel ist wesentliche Bedingung eine differenzierte Sensibilität für reale fotografisch abzubildende Gestaltkonstellationen, die über die Funktion bloßer Abbildung hinaus durch eine komplexe Bildaussage eine sinnliche Erkenntnis artikulieren. Voraussetzung ist entsprechend eine geschulte Wahrnehmung, die im Rahmen der Absolvierung von Kompositions- und Farbenlehre ausgebildet werden soll, die aber im fotografischen Unterricht selbst sachbezogene Ausrichtung und Sensibilisierung erfährt. Die Lernergebnisse der Kompositionslehre sollen in Verbindung mit der Foto- und Labortechnik wegbereitend sein für eine konsequente Entwicklung des eigenen künstlerischen Standpunktes.
Experimentelle Fotografie (in deren unterschiedliche Techniken grundlegend eingeführt wird) sowie eine als allein ihren Materialgesetzlichkeiten unterliegend verstandene Fotografie werden gleichberechtigt behandelt.
Video als künstlerisches Medium
Spontanes Arbeiten
auf Zeit: Do, 17 Uhr
1. Semester (Grundlehre I): Mi, 19.00 Uhr
2. Semester (Grundlehre I): n. V.
3. Sem. (Vertiefung I): n. V.
4. Sem. (Vertiefung I): n. V.
5. Sem. (Studienklasse I): n. V.
6. Sem. (Studienklasse II): n. V.
Künstlerklasse: n. V.
(jeweils drei Schulstunden, Teilnehmerzahl: ca. 5 bis 7)
Dieses Seminar richtet sich an alle, die die gestalterischen Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums Video für sich entdecken und ihre „Videosprache“ weiterentwickeln wollen.
Neben Grundlagen der Videotechnik und dem „Basiswissen des Filmemachens“ (Kameraführung, Lichtsetzung, Drehbuch/Konzeption, Interviewführung, Schnitt / Montage) sollen die Teilnehmer mit praktischen Übungen den experimentellen und gestalterischen Umgang mit dem Medium erlernen.
Anhand von Film- und Fernsehanalysen und Beispielen aus der Videokunst wird eine kritische Auseinandersetzung mit dem Medium an sich angeregt.
Im Rahmen des Seminars sollen individuelle Projekte entwickelt und ausgeführt werden. Die Teilnehmer erhalten professionelle Anleitung und Beratung in allen Bereichen des filmischen Produktionsprozesses von der Stoffentwicklung über Fragen der technischen Umsetzung bis hin zur Postproduktion.
Filmarbeit ist Teamarbeit. Im Verlauf des Seminars können sich innerhalb der Gruppe „kleine Teams“ zusammenfinden, die gemeinsam ein Projekt realisieren wollen.
Voraussetzung: eigene Videokamera / leistungsfähiger Rechner
(n.V. Beratung bei schulischen und außerschulischen Video-Filmprojekten)
Technikstudium Malerei / Zeichnen
Malerei
1. Semester Malerei: Do, 20.30 – 22 h
(wöchentlich, 3 x im Monat);
2. Sem. Malerei: Do, 19 – 20.30 h
(wöchentlich, 3 x im Monat);
Zeichnen
1. Semester, Mi 20.30 – 22 h
(wöchentlich, 3 x im Monat);
2. Sem. Zeichnen n.V.;
Die wfk bietet zur Ergänzung und Intensivierung der Fachbereiche Malerei, Zeichnen und Fotografie ein zum regulären Studienprogramm parallel laufendes zweisemestriges Technikstudium an, das zeitgleich zu den aktuellen Themenschwerpunkten speziell technische Anforderungen gezielt unter die Lupe nimmt und in einem eigenständigen Rahmen intensiv umkreist. Technische Anforderungen werden bis ins letzte Detail theoretisch untersucht und praktisch realisiert.
Das Technikstudium der Malerei umfasst eine umfangreiche Materialkunde. Es beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Grundierungsarten, intensiviert die Techniken der Öl-, Tempera- und Acrylmalerei (Modulation, Farbsetzung, Lasur, Faktur, Stupftechnik, etc.) inkl. Mischtechniken. Des Weiteren wird ein Studium der „alten Meister“ angeboten.
Das Technikstudium des Zeichnens umfasst eine umfangreiche Materialkunde in Bezug auf Grafit, Kreide, Tusche etc.
Das Technikstudium der Fotografie sowie der Videokunst wird eine brauchbare Ergänzung zum regulären Semesterstudium bedeuten, durch die technische Erfahrungen und Anforderungen weiter ausgebaut und vertieft werden.
nach oben
Formaler Aufbau des Studiums / Organisationsstruktur
Das Studienprogramm der wfk ist als Kompaktstudium konzipiert.
Semesterbeginn: erster Montag im Februar bzw. September. Während der Hessischen Schulferien entfällt der Unterricht. Ateliers und Werkstätten stehen allerdings jederzeit zur Verfügung. Auch Quereinstieg möglich.
Der Zeitaufwand des Studiums eines jeden Fachbereichs beträgt ca. 15 Stunden wöchentlich (Unterricht inklusive der Realisierung der Studienaufgaben).
Im Gegensatz zu den überfüllten Akademien und Hochschulen sind die Dozenten der wfk nach Voranmeldung im Sekretariat fast täglich für Einzel- und Gruppengespräche, Korrekturen etc. verfügbar.
Das Grundstudium in den ersten beiden Semestern bereitet die Basis zur Weiterbildung in der Vertiefungsklasse, Studienklasse sowie Künstlerklasse. In den Grundlehreklassen wird die sachbezogene Anwendung der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten gelehrt und erprobt. Die Erweiterung bisher zweckfreier Gestaltungsübungen sowie das Aufgreifen von Aspekten der Psychologie, der Soziologie, der Philosophie offerieren eine breite Skala bildnerischen Ordnens.
– Aufnahme in die Grundlehreklassen der jeweiligen Fachbereiche Zeichnen, Malerei, Fotografie, Videokunst für jedermann (mit oder ohne Vorkenntnissen) möglich
– Studiendauer: jeweils zwei Semester
– umfassende Grundlagenvermittlung
– Einblicke in grundlegende technische und ästhetische Möglichkeiten
– gleichzeitig intensives Eindringen in die ästhetischen und materialbedingten Gesetzmäßigkeiten
– freies Experiment mit den vermittelten Grundlagen
– Entwicklung eigener, persönlicher Bilder unter individuellem Einsatz der bildnerischen Mittel
Der Übergang vom 1. zum 2. Semester erfolgt automatisch ohne Prüfung. Die erste Woche des zweiten Semesters ist für eine Zwischenbilanz reserviert, zu der jeder seine gesamten Aufgabenlösungen aller Fachbereiche inkl. seiner individuellen Experimente und Entwicklungen innerhalb des künstlerischen Fachbereichs der Dozentenkommission vorstellt. Ein bestimmter Notendurchschnitt muss bis dahin erreicht sein.
nach oben
Vertiefungssemester (3. + 4. Semester)
– individuelle Vertiefung der Lehrinhalte der ersten beiden Semester der Grundlehreklassen
– grundlegende und zugleich intensivierende Wiederholung und Festigung der theoretischen, sinnlichen und handwerklichen Kompetenz
– Umsetzung der kreativitätsfördernden Strategien innerhalb des künstlerischen Fachbereichs unter Berücksichtigung präziser Forschungsaufträge
– Ausdifferenzierung der individuellen Arbeitsstrategie
– Prüfung für den Übergang zur Studienklasse Voraussetzung
nach oben
Studienklasse (5. + 6. Semester)
– Vorbereitung auf ein eigenständiges künstlerisches Arbeiten in der Künstlerklasse
– Zugangsvoraussetzung: erfolgreiche Absolvierung der Vertiefungssemester (3. + 4. Semester) der jeweiligen Fachbereiche durch eine Prüfung. Zweistufiges Auswahlverfahren: Vorauswahl anhand eingereichter Arbeitsproben, anschließendes Fachgespräch
– Voraussetzungen einer erfolgreichen Absolvierung der Studienklasse: Beherrschung des künstlerischen Handwerks, hohes Maß an Selbständigkeit und Individualität
– Vermittlung künstlerischer Voraussetzungen
– Studienende; besondere Ausnahmeerscheinungen gelangen nach einer letzten Prüfung in die Künstlerklasse
nach oben
– Zusammenfassung aller Absolventen der Fachbereiche Zeichnung, Malerei, Fotografie und Videokunst
– Studiengemeinschaft auf unbegrenzte Zeit (Mindestlaufzeit 1 Semester)
– verstärkte theoretische Befragung eigener konzeptioneller Möglichkeiten zur Eröffnung des Weges zum Geistigen in der Kunst
– Intensität in Verbindung mit ästhetischer Moralität
– Aufgreifung und Untersuchung neuer Erkenntnisse und Standpunkte der Kunstszene sowie der Kunstwissenschaft und Kunstkritik
– Anforderungen: Steigerung differenzierender Sensibilität, Fähigkeit zu einer eigenständigen und von konventionellen Bildauffassungen unabhängigen künstlerischen Konzeptfindung
– eigenständige künstlerische Wegfindung
Das zweite (2. Semester der Grundlehre), vierte und sechste Semester (Studienklasse) schließt mit einer Prüfung vor einer Prüfungskommission. Über die bestandenen Prüfungen wird ein Abgangszeugnis ausgestellt. Auf Antrag wird eine umfassende individuelle Bewertungsschrift verfasst. Das Studium an der wfk wird nach Austritt aus der Künstlerklasse (zeitlich unbegrenzt, Mindestlaufzeit 1 Semester) mit der wfk-Urkunde besiegelt wird.
Im Bildnerischen zählt allein die Qualität, nicht ein aussageschwaches Diplom o.ä.
Zwischenprüfungen dienen dazu, dem Studierenden und den Dozenten einen Überblick zu verschaffen, inwieweit die Lehrinhalte verarbeitet und mit einer individuellen Intensität angegangen wurden.
– der Aufenthalt in den Räumlichkeiten der wfk ist rund um die Uhr möglich und kostenlos!!!
– für die verschiedenen Unterrichtszwecke und das freie Arbeiten stehen 350 qm an Unterrichtsräumen, Werkstätten und Ateliers zur Verfügung
– Ausführung aller praktischer Arbeiten zu allen Tages- und Nachtzeiten (sowie Feiertags und in den Hessischen Schulferien) möglich
– Benutzung während und außerhalb der Unterrichtszeiten unentgeltlich
nach oben
1. Semester (Grundlehre I):
Studiengebühr
inkl. Technikstudium und freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
133,- Euro monatlich
einmalige Aufnahmegebühr: 77,- Euro
Kündigung zum Semesterende
2. Semester (Grundlehre II):
Studiengebühr
inkl. Technikstudium und freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
119,- Euro monatlich
Kündigung zum Semesterende
3. Semester (Vertiefungssemester I):
Studiengebühr inkl. freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
81,- Euro monatlich
Kündigung zum Semesterende
4. Semester (Vertiefungssemester II):
Studiengebühr inkl. freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
74,- Euro monatlich
Kündigung zum Semesterende
5. Semester (Studienklasse I):
Studiengebühr inkl. freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
66,- Euro monatlich
Kündigung zum Semesterende
6. Semester (Studienklasse II):
Studiengebühr inkl. freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
59,- Euro monatlich
Kündigung zum Semesterende
Künstlerklasse (zeitlich unbegrenzt):
Studiengebühr inkl. freie Ateliernutzung rund um die Uhr:
49,- Euro monatlich
Kündigung zum Semesterende
Sozialtarif (bezogen auf alle Semester; auf Antrag für Personengruppen mit geringem Einkommen. Der Sozialtarif ist leistungsabhängig: Eine Wiederholung der einzelnen Semester ist nicht möglich; Exmatrikulation bzw. Eingliederung in die reguläre Preisstruktur erfolgt nach nicht bestandener Prüfung)
Studiengebühr: 67,- Euro
Technikstudium (Dauer: 2 Semester): 25,- Euro monatlich für wfk-Studenten (in die Grundlehreklassen I und II obligatorisch integriert, Kündigung zum Semesterende); 50,- Euro monatlich für Interessierte von außerhalb (Kündigung zum Semesterende); 35,- Euro für einen einmaligen Besuch als Gasthörer
Die monatliche Studiengebühr beinhaltet ein Wahlfach einschließlich aller kunsttheoretischer Vorlesungen. Für ein weiteres Wahlfach erfolgt eine Zuschlagsgebühr in Höhe von 45,- Euro.
nach oben
Objektive Werkanalyse
Teilnahmegebühren:
wfk-externe Gasthörer: 10,- Euro
wfk-studierende Gasthörer: 5,- Euro
Semantisierungsschule
Teilnahmegebühren:
wfk-externe Gasthörer: 20,- Euro
wfk-studierende Gasthörer: 10,- Euro
nach oben
Tageskarte
praktischer Unterricht: 18,- Euro
theoretischer Unterricht: 10,- Euro
Interessierte, die Lehrveranstaltungen der wfk besuchen wollen, können als Gasthörer maximal zweimal monatlich nach freier Wahl im Sekretariat Gasthörerkarten erhalten. Eine praktische Teilnahme ist ausgeschlossen. Korrekturen und Werkanalysen bedürfen einer Anmeldung im Sekretariat. Sie erhalten auf Wunsch eine Bescheinigung über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen.
Die wfk ist vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst als Kunstschule anerkannt und deshalb von der Mehrwertsteuer befreit.
nach oben
Beratung und Anmeldung
Mi, 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Mi, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Do, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Adresse
Wiesbadener Freie Kunstschule
Friedrichstr. 7
65185 Wiesbaden
Telefon: 0611 .59 86 87
Mobil: 0170 .670 20 29
Unter der mobilen Telefonnummer sind wir jederzeit erreichbar.
info@w-f-k.de
www.w-f-k.de
nach oben